Liebe Freunde der Galerie,
unsere spannende, bestbesuchte Ausstellung Tripp and friends geht am kommenden Sonntag zu Ende und bereits sechs Tage später am 23. August wird die nächste mit neuen Arbeiten von Chihiro Shimotani eröffnet. Der Sommer ist hier am See doch die beste Ausstellungszeit. Was sich auch sehr klug die kleine, feine art bodensee seit Jahren zunutze macht. Eine Kunstmesse, deren Besuch sich lohnt bereits für 2009 zu notieren (23.7.-26.7.). Nicht nur der Sommer-Urlaubs-Termin macht diese Messe zur Besonderheit in der überbordenden Messelandschaft, sie ist klein und überschaubar geblieben und sie führt das Attribut ?fein? zu recht aufgrund ihrer zwischenzeitlich sehr guten Auswahl der Galerien. Die Ferien- und Kulturlandschaft, der prosperierende Vorarlberger Wirtschaftsstandort Dornbirn bestimmen die wirklich einmalige Atmosphäre dieser Kunstmesse. Bregenz mit den Festspielen und seinem Zumthor-Museum, Vaduz mit immer durchdachten, besten Ausstellungs-konzepten, Vorarlberg mit seinen unzähligen Alpen, wie die Österreicher ihre satten, grünen Almen nennen, all das liegt sozusagen ?um die Ecke?. Und was diese Messe seit diesem Jahr noch auszeichnet ? und ich behaupte, dass dies weltweit einmalig ist ? sie haben ein interessantes Marketingkonzept eingesetzt, in dem sie mit Unterstützung der heimischen Wirtschaft durch Ankäufe auf ihrer Messe eine eigene Sammlung aufbauen. Die Arbeiten werden durch völlig unabhängige Juroren aus-gewählt. Aus unserer Galerie wurden zwei grossflächige, über die Wand wuchernde Blüten von Susanna Taras in die Sammlung aufgenommen, worüber wir uns natür-lich sehr freuen. Zusätzlich kaufte die Messegesellschaft bei allen Galerien kleine Arbeiten an, die dann unter den Besuchern verlost wurden. Eine für alle Beteiligten herausragende Strategie - finden Sie nicht auch?
Jetzt aber zu unseren Ausstellungen ? sonst reicht diese Seite wieder nicht.
In unserer neuen Ausstellungsreihe ?global players? kommen die unterschiedlichsten Nationen ?zu Wort?. Uns interessiert, wie sehen, wie werten diese Künstler die Heimat, gibt es in diesen Kulturen dieses Wort, wie leben sie damit ausserhalb ihrer eigenen Kultur und wie sind ihre Bezüge zu unserer Kultur. Wie schon erwähnt, starten wir diesen Zyklus mit Arbeiten des Japaners Chihiro Shimotani. Im Oktober folgt die in Berlin lebende Australierin Sue Hayward mit ?Searching for paradise?.
Obwohl wir Chihiro Shimotanis Arbeiten bereits in einer Einzelausstellung und in mehreren thematischen Gruppenausstellung gezeigt haben, hier nochmals eine kurze Zusammenfassung seiner Vita. 1934 in Sakurai geboren, 1975-77 DAAD- Stipendium in Berlin, 1973 Grosser Preis der Biennale Sao Paolo, 1977 Teilnehmer an der 6.documenta in Kassel, 1988/89 Gastprofessur an der Akademie in München. Bereits seit 1966 internationale Ausstellungen und Ankäufe durch internationale Sammlungen wie Museum of Modern Art und dem Metropolitan Museum, Tokyo, Staatsgalerie, Stuttgart, Lenbachhaus in München. Seine andauernde Verbundenheit zu Europa, speziell zu Deutschland manifestiert sich auch in Projekten wie der permanenten Installation für des Europian Patent Office 2005 in München, der Be-teiligung an der Papierbiennale in Düren 2006, der Ausstellung ?Das abc der Bilder? im Pergamon-Museum in Berlin 2007 und seinen regelmäßigen Gastprofessuren an den Sommerakademien in Neuburg an der Donau, sowie in Salzburg.
Chihiro Shimotanis Werk folgt der Suche nach einer weltumfassenden philosophischen Sprache, die auf einem globalen kulturellen Kern beruht ? der Essenz des menschlichen Seins. Das Wort und die Schrift als Code zur Entschlüsselung des Wissens der Menschheit sowie die Einbeziehung des Phänomens Zeit als Wesen der Welt ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Zitat Kulturamt Neuenburg Juli 2008
Das Gedicht Vokale von Arthur Rimbaud war für Shimotani Inspiration und
philosphische Auseinandersetzung mit seinem neuen Arbeitszyklus VOCALIZE, den
er ab 23. August in unserer Galerie zeigen wird.
Eröffnung 23.8. - 18.00 h mit Chihiro Shimotani und seiner Frau Masako
Wenn Sie zum Essen bleiben möchten, bitte ungedingt reservieren, wir starten mit japanischem Fingerfood und gehen dann gewohnt über zum Lieblingsessen des Künstlers in diesem Falle ? Kalbshaxe.
Wir freuen uns auf Sie, auf Ihr Interesse an der jeweiligen Heimat