Galerie Vayhinger

Die Geschichte unseres Hauses in Möggingen


Abseits von den großen Straßen, umgeben von Wäldern, Wiesen und Feldern und natürlich am Mindelsee, liegt Möggingen. Bis ins Jahr 820 reicht die Geschichte von Möggingen zurück. In diesem Jahr schenkte König Ludwig, der Deutsche, dem Kloster St.Gallen den Ort Möggingen, der damals nur ein Meierhof war.
Der Name Möggingen rührt, so nimmt man an, von dem Sippenältesten jener alemanni-
schen Siedler her, die sich um 300 n. Chr. hier niederließen. Ab Ende des 14. Jahrhunderts, beginnend mit dem 15. - in diese Zeit, fällt das Konstanzer Konzil - gibt es bis in die heutige Zeit immer miteinander verbunden, zwei Linien der Herren von Bodman -die Bodman\'sche mit ihrem Hauptsitz in Bodman und die Mögginger Linie mit ihrem Sitz im Mögginger Schloss.

In den ersten urkundlichen Erwähnungen der Burg (1363 und 1367), des späteren Wasser- schlosses, wird sie "castrum Möckingen" bzw. die "Vesti Mekkingen" genannt, 1378 heißt es, "prope castrum Mekingen" sei das gleichnamige Dorf gelegen.
Auch heute noch wird das Schloss in Möggingen von der Familie von Bodman bewohnt
- der Graf von Bodman in Bodman und der Freiherr von Bodman in Möggingen sind Brüder. Nikolaus von Bodman, der Vater der heutigen "Schlossherren" hatte nach dem 2. Weltkrieg
der Vogelwarte von Rositten im Mögginger Schloss nicht nur Gastrecht gewährt, sondern sich auch um Landschaftspflege und Naturschutz im Kreis Konstanz verdient gemacht. Die
Vogelwarte, heute eingegliedert in das Max-Planck Institut für Verhaltensforschung, arbeitet weiterhin in diesem Schloss. Die Wohn- und Forschungsräume sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich, aber über das Naturschutzgebiet Mindelsee mit seinen Vogelarten wird man sehr anschaulich im gegenüberliegenden Zentrum des BUND informiert, das bei Interesse auch Führungen anbietet. Aber auch ohne Führung ist der Spaziergang ein Naturerlebnis, wie es heute in einer so dicht besiedelten Region nur noch selten möglich ist.
Der Mindelsee ist einer der schönsten Zeugen der Eiszeit. Auf 110 ha Seefläche tummeln sich die Haubentaucher und im Sommer blühen darauf weiße und gelbe Seerosen. Eine Fülle von Pflanzen, Tieren und Vögeln erfreuen den Beschauer bei seinen Wanderungen
um den See.

Bis ins Jahr 1798 reicht die Geschichte dieses Hauses in Möggingen zurück. Ursprünglich war das Gasthaus zum Adler Posthalterstation und Beherbergungsbetrieb. Auf glückliche Weise bewahrt - versteckt hinter einer hässlichen Fassade - wurde das jahrhundertealte Fachwerk, das wir bei der Renovierung 1981 freilegten.
Das eigentliche Gasthaus war ursprünglich im Haupthaus untergebracht. In diesem liegen heute unsere Gästezimmer und ein Teil wird von uns privat bewohnt. Im heutigen Gasthaus und der separaten Galerie lagen früher die Ställe und die Remisen, die wir im Zuge der Gesamtrenovation 1981 erst umbauten. Bei dieser Renovierung war unser Grundsatz, das Alte mit seinem ganzen Charme zu erhalten und was neu gemacht werden musste, mit den heutigen Materialien und dem Lebensstil unserer heutigen Zeit, vor allem aber auch mit unserer Arbeit, der Vermittlung von Gegenwartskunst, zu verbinden. Diese Haltung haben
wir 1993 konsequent fortgesetzt mit unserem kleinen Betonanbau für die Galerie, der sehr gelungen mit der alten Bausubstanz korrespondiert.

Nur für kurze Zeit in den 70er Jahren war das Gasthaus zweckentfremdet genutzt worden.
Als wir es 1980 in erster Linie für unseren Galeriebetrieb erwarben, hatten wir aber sofort daran gedacht, die alte Tradition des Gasthauses wieder aufleben zu lassen. Erst war es Weinstube, und heute ist es ein Restaurant, weit über die Grenzen bekannt für gutes Essen, seine individuellen Zimmer und sein besonderes Flair.



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