Moderne Klassik vorwiegend des Bodenseeraums,
bzw. von Künstlern, die am Bodensee gelebt haben
Vordergründig hat unsere Arbeit zwei Standbeine, wie im richtigen Leben, damit
wir nicht nach einer Seite kippen. Einerseits die Vermittlung von Gegenwartskunst
und das ist der wichtigste Part unserer Arbeit.
Und das zweite Bein ist der Kunsthandel mit Klassischer Moderne, wo wir eigent-
lich nicht viel falsch machen können, weil diese Künstler den meisten bekannt sind.
Diese, bereits bestätigte Kunst dient uns aber auch in großem Maße als Verständi-
gungsbrücke zur Gegenwart, sozusagen als didaktisches und pädagogisches Hilfs-
mittel für die heutige Zeit.
In der klassischen Moderne konzentrieren wir uns auf international bekannte, deu-
tsche Künstler, die einen grossen Teil ihres Lebens hier am Bodensee in verbracht
haben. Die Jahre am See nennen wir diese Reihe mit Arbeiten von Max Ackermann,
Willi Baumeister, Julius Bissier, Otto Dix und Erich Heckel.
Diese Künstler hatten sich alle vor oder während des 2. Weltkrieges hier in unserer unmittelbaren Nachbarschaft niedergelassen. Was hatte sie dazu bewogen, warum
sind die einen die Hälfte ihres Lebens bis zu ihrem Tode geblieben, während es für
die anderen nur ein Intermezzo war. Wir werden ganz sicher keine schlüssigen Ant-
worten darauf finden, das ist auch nicht unser Anliegen. Uns interessiert Kunstge-
schichte verbunden mit Zeitgeschichte, wie z.B. Ackermann, der vom Figurativen
kommend sich unter dem Einfluss von Hölzel zu einem der wichtigsten Abstrakten
hier im Süddeutschen entwickelte oder Baumeister, dem wir das "Unbekannte in
der Kunst" (übrigens wurde das Buch hier in der Region zu Ende geschrieben) und
die klare Abgrenzung zwischen Seriegraphie und Siebdruck verdanken. Oder Dix
und Heckel, deren hier entstandenes Werk, das doch immerhin die Hälfte ihres Lebens bestimmte, immer unterbewertet war und eigentlich auch noch Ist, genauso wie das
von Julius Bissier.
Dadurch, dass diese Künstler sehr verwurzelt hier waren, wenn auch nur für eine be-
stimmte Zeit, ist es ganz spannend hier immer noch auf "Unbekanntes" stossen zu
können.